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Lust auf Blockflöte

Brancheneinblicke

Vielleicht erinnern Sie sich, liebe Leserin, lieber Le- ser an Ihre Blockflöte. Vielleicht an Weihnachten als Kind vor einer Seniorengruppe und an den ersten Applaus, den Sie bekommen haben. Und vielleicht war genau in diesem Moment das ganze Üben ver- gessen, die Anstrengung, die Ermahnungen der Eltern doch endlich die Flöte zu holen und zu üben und Sie waren stolz darauf, Flöte spielen zu können.

Wenn Sie irgendwann auf der A7 an Fulda vorbei- kommen und eine Flötenerinnerung oder ein Flöten- interesse haben, dann besuchen Sie die Firma Mol- lenhauer, das Museum, die offene Werkstatt oder sogar ein Seminar und nehmen Sie danach »Lust auf Blockflöte« ganz einfach mit. Genauso erging es mir, als ich mit dem Geschäftsführer Herrn Stefan Kömpel einen Termin vereinbart habe und viel über das Thema Flöte und das Unternehmen Mollenhauer erfahren durfte. Nach einem Rundgang vom Holzla- ger durch die Produktion bis hin zu den Mitarbeitern, die ganz am Ende der Produktionsreihe der Flöte ihren letzten Klang geben, ist man sehr beeindruckt davon, was eine scheinbar so einfache Flöte ausmacht.

Dass sie scheinbar so einfach daherkommt, die Blockflöte und dass sie auch erschwinglich ist, Holz- flöten beginnen ab 70 Euro und gehen dann bis zu einem vierstelligen Betrag, macht es vielleicht aus, dass bereits Kinder eine Blocklöte bekommen, erste Erfahrungen mit selbstgemachter Musik machen und daraus im Idealfall mehr wird oder wieder mehr wird, weil man sich erinnert, dass da ja noch etwas ist, was man einmal gelernt hat. Und was man ein- mal gelernt hat, ist eine gute Basis dafür, dass man schnell wieder ein gutes Erlebnis/Ergebnis hat.

So stecken in der Flöte ganz viele Möglichkei- ten für jeden einzelnen. Sie reagiert nicht nur auf den kleinsten Atemhauch – auch was die Finger betrifft, stellt sie ihre Spieler/innen vor große feinmotorische Herausforderungen: Locker lassen und trotzdem Kontrolle haben. Die Finger geübt zu bewegen und gleichzeitig »den Mund zu halten«, welch eine Vorstellung in unserer Handywischwelt.

Es steckt in der Flöte weiter die handwerkliche Er- fahrung des Holzblasinstrumentenmachers und -machermeisters und jahrelange Erfahrung, um eine Flöte souverän zu intonieren. Herr Kömpel erklärt mir, dass für diese Erfahrung zunächst drei Jahre Ausbildung und einige Jahre Gesellenzeit nötig sind. Im besten Fall darauf aufbauend noch zwei weitere Jahre Meisterausbildung.

 

Drei Grundeigenschaften braucht es für das Blasin- strument: Die Tonansprache, den Klang und die Stimmung. 150 verschiedene Modelle erfordern von den Mitarbeitern viel Erfahrung und viel Können. Es geht darum ein Instrument zu checken, auf Funktion zu testen, Abweichungen festzustellen und zu behe- ben. Die Flöte ist ein sensibles Instrument. Will man einen eventuellen Mangel beheben, kommt es sehr darauf an, nicht zwei Neue zu schaffen.

Stolz ist man bei Mollenhauer auf die ELODY. Die elektrisierend coole Blockflöte, die von Nik Tarasov erfunden wurde und die der Flöte, wie wir sie tradi- tionell kennen, wohl eine einzigartige Chance für die Zukunft gibt: Die Verbindung der analogen Welt mit der digitalen Welt, wie sie im Idealfall vielen Unter- nehmen bevorsteht oder bereits realisiert wurde. Wer Nik Tarasov erlebt hat, bekommt Lust auf Blockflöte. Das Sounddebüt der ELODY ist auf einer CD zu hören, gespielt von Nik Tarasov und seiner Band. Die Lieder gehen ins Ohr und sie begeistern. Ein schönes Geschenk gerade jetzt zu Weihnachten und vielleicht der Beginn einer neuen Liebe zu ihrer Blockflöte liebe Leserin, lieber Leser.

2022 feiert Mollenhauer sein 200jähriges Familienun- ternehmensjubiläum. Als GmbH organisiert gibt es neben den Gesellschaftern einen Beirat, einen Lei- tungskreis in dem kooperative Dinge besprochen werden und dem die Geschäftsführung, die Team- leiter und ein Mitarbeitervertreter angehören. Die Vollversammlung aller Mitarbeiter (z. Zeit 33) trifft sich sieben bis acht Mal im Jahr. Hier werden In- formationen weitergegeben und die Bitte zum Mit- denken, zum Dazugehören und zum Miteinander aller in diesem Familienunternehmen. Für Stefan Kömpel sind das beste Voraussetzungen für gute Ergebnisse. Wenn uns zum Beispiel drei Autobauer erzählen, dass sie in wenigen Jahren die Nummer 1 sind, so sagen zwei offensichtlich nicht die Wahrheit (Zitat Stefan Kömpel). So funktioniert für ihn auch nicht Unternehmersein, wenn Ziele von oben vorge- geben werden und nach unten durchgedrückt wer- den müssen.

Es müssen viele Dinge, scheinbare Kleinigkei- ten zusammen kommen, passen, weiterentwick- elt werden, hochpräzise erschaffen und into- niert werden, bis durch diese Vielfalt der Zu- sammenhänge am Schluss gute Ergebnisse entstehen: Blockflöten.

Mollenhauer wird also in Kürze 200 Jahre alt sein. Die Musik der Blockflöte hat sich über viele Jahr- hunderte gehalten. Die Fortsetzung erleben wir, wenn Papa oder Mama wieder ihre Flöte in die Hand nehmen, üben und vorspielen. Dann geben sie ein Vorbild und machen Lust auf Blockflöte bei ihren Kindern. Irgendwie eine schöne Idee für Weihnach- ten und für die Zeit danach.

Nach Fulda liebe Grüße und herzlichen Dank Ihnen Herr Kömpel und Ihnen Herr Tarasov für die Ein- blicke in die Firma Mollenhauer und Gratulation zur ELODY, die für mich persönlich die Verbindung zur Jetztzeit darstellt. Was bisher war, wertvoll ist und bleibt, wurde transformiert in die neue, digitale Welt. Eine gute Idee, die zu einem neuen Geschäft ge- worden ist. www.mollenhauer.com

Autor/Textnachweis: Thomas Rösch

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