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Ganz und gar gesund essen

Brancheneinblick

Ich bin unterwegs und habe zur Mittagszeit Hun- ger. Links im Augenwinkel sehe ich einen Brat- wurststand und rechts ist der passende Parkplatz dazu. Als ich kurz vor dem Bratwurststand ange- kommen bin, sagt mir irgendetwas: Bitte nicht. Nach dem arbeitsreichen Vormittag bitte jetzt etwas Frisches, das wieder Energie zurückbringt.

Und so entschließe ich mich einfach weiterzulau- fen in Telgte, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen, in der ich noch nie war. Wenn sich nichts Anderes findet, dann wäre der Bratwurststand auf dem Rückweg ja doch noch eine Option, denke ich mir, und irgendwie führt’s mich in der Fußgängerzone dann auf ein Haus zu, an dem »ganz & gar« steht und mein Blick hinein zeigt mir, dass es geöffnet ist.

»ganz & gar« war jetzt gerade ganz genau das, was ich brauchte. Ich bestellte mir einen frischen Sommersalat, genoss ihn im Stehen und war im Weiteren tief beeindruckt von der Einrichtungsidee und den Menschen, die hier arbeiteten. Beim Weg- gehen habe ich mich bedankt und nach einer Visi- tenkarte gefragt. Am nächsten Abend das gleiche Gefühl: Ich wollte etwas richtig Gesundes essen. Da ich eine kleine Speisekarte und eine Visiten- karte mitgenommen hatte, wusste ich die Telefon- nummer, rief kurz an, ob kurz vor 18 Uhr noch jemand da ist und fragte nach der Geschäftsfüh- rerin Frau Ursula Nettesheim, mit der ich mich dann noch gerne unterhalten wollte. Es gibt Essen bis 18 Uhr und Frau Nettesheim, die ich selbst am Telefon hatte, sagte mir, dass sie auch Zeit hätte. So kam es also dazu, dass ich zweimal toll essen konnte und im Anschluss daran ein sehr nettes Gespräch mit Frau Nettesheim führen konnte. Der Inhalt wie folgt:

Ich fragte sie, wie kommt man auf so etwas, gibt es das noch mehrmals, vielleicht als Franchise-Konzept. Nein, gibt´s nur einmal, »ganz & gar«, hier in Telgte, antwortete sie mir. Bereits als Kind wurde ihr der Umgang mit Lebensmitteln in die Wiege gelegt. Ihre Eltern hatten eine Gastwirt- schaft. Das Denken und die Ideen rund um das Essen wollte sie dann auch ihren Kindern mitge- ben – Nachhaltigkeit, gesundes Essen. Und weil das bei den eigenen Kindern nicht immer hundert- prozentig klappt, hatte sie dann die Idee, das an alle Menschen weiterzugeben und so kam es also zur »ganz & gar«-Brasserie, wie die Firma richtig heißt.

Alles was man sieht, die Bilder zeigen es, ist hochprofessionell gemacht. Frau Nettesheim hat alles selbst ausgemessen, wie sie mir erzählt hat. Die Umsetzung erfolgte von einer Werbeagentur und einem Freund und sie selbst hatte ständig

Ideen. Es wurde verrückt, sie dachte an nichts mehr anderes, sogar in der Sauna.

Sehr glücklich ist sie mit ihren Mitarbeitern und das habe ich am ersten Tag erlebt, als die Chefin nicht da war, dass dieses Team richtig gut zusammen- arbeitet.

Eigentlich schreit dieses »ganz & gar« nach Ver- vielfältigung. Aber, so erzählt mir Frau Nettesheim, sie hat auch Lehrgeld bezahlt. Ein Freund ist auf der Strecke geblieben und sie hat Ängste erlebt, auch bei der Eröffnung, ob das alles klappt, ob sie alles schafft, ob sie Mitarbeiter führen kann. Bin ich so, wie es die Idee des »ganz & gar« ausmacht? Ich denke ständig, vielleicht zu viel, erzählt sie mir weiter. Aber ich würde es genauso wieder ma- chen.

Ich frage Frau Nettesheim: Was lieben Sie an dem, was Sie tun? Und sie sagt mir, »dass sie etwas bewegen kann«. Dass sie ihre Talente ausleben kann, so wie es im Gleichnis mit den fünf, drei und einem Talent beschrieben ist. Dass sie Verbindungen schaffen kann, Musik, Jugend, Musikschule, Praktikanten, neue Rezepte, Wokieta, eine Pieta aus dem Wok, die ganz & gar-Soße und für 5,50€ ein gesundes Gericht, das sich auch Schüler am Mittag leisten können. Wenn Schüler hier Hausaufgaben machen, wenn das „ganz & gar“ zu einer zweiten Heimat wird, wenn Menschen den Alltag vergessen, sich wie zu Hau- se fühlen, wenn eine alte Nachbarin, die 94 Jahre alt wird, im Rollator kommt, ihre Liederkarte her- vorholt und am Klavier spielt und, wenn eine Frau mit ihrer behinderten Tochter kommt und fragt, ob es etwas für die Tochter zum Essen gibt, und sie ihr erklärt, dass die Tochter alles bekommen kann, was es hier auf der Speisekarte gibt, dass sie es dann für sie mixen wird, sodass sie es essen kann.

Hier erlebe ich also viel Geist einer Unternehmerin für das was ihr Lebenswerk ist. Wir reden noch ein wenig über private Dinge, über ihre beiden Töch- ter, ihren Mann, über das Haus, das sie gekauft haben, in dem das »ganz & gar« beheimatet ist, über den Koch und wie sie zu ihm gekommen ist und dass sich das Team richtig gut ergänzt.

Plötzlich bietet mir Frau Nettesheim das Du an und ich freue mich darüber, weil normalerweise ich aktiv werde, weil das immer auch zeigt, dass man Menschen, die man gerade erst kennengelernt hat, nach einer Weile so schätzt, dass man mit ihnen gerne auf dieser Du-Basis weiterspricht.

Ich glaube und ich habe es erlebt, dass das »ganz & gar« viel mehr ist, als eine Brasserie, die man vervielfältigen kann. Es ist eine Idee, die von Her- zen kommt und die beseelt werden muss. Wenn die Seele dann da ist und wenn die Herzen ge- öffnet sind, dann ist Vieles möglich und dann ent- scheidet der Gast, die Mitarbeiter und vielleicht sogar der liebe Gott, was weiter wird.

Dir liebe Ursula, deinem Team, dem »ganz & gar« wünsche ich diesen ganz besonderen Erfolg, den du deiner Brasserie eingehaucht hast.

Wer mehr erfahren will, schaut einfach im Internet vorbei und schaut sich den Film zur Eröffnung an. www.ganzundgar-brasserie.de

Autor/Textnachweis: Thomas Rösch

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